Deswegen werde ich mich auch weiterhin weigern, Diskussionen im marxistischen Jargon zu führen. Sie reissen meine polemische Bemerkung bezueglich der Belesenheit des heisigen Forums aus dem Kontext, Herr Volland. Da wird man ja wohl auch mal was sagen duerfen! und so weiter, ist eben NICHT meine Erkenntnis. Anthropologie, derzufolge der Mensch an und fuer sich nun mal habgierig sei, und damit basta.
Des Internet nach Marx. Besitzer von was werden, wer profitiert oder verliert im neuen System, dass Sie sich vorstellen? Ich bin ja durchaus interessiert. aber die ist noch schwieriger zu beantworten, als die Systemfrage, die ich oben meinte. Bei der Systemfrage ging es ja zunaechst darum, das das Internet nicht isoliert verstanden werden kann, sondern nur im Kontext des grossen Ganzen, dessen Teil es ist. das analytisch schaerfste begriffliche Instrumentarium fuer dieses Verstaendnis bereit.
ist, dann kann man es folglich auch nur dadurch wieder hinbekommen, dass man das ganze System repariert, bzw. eine Analogie: die Proudhonisten wollten das Geld abschaffen und durch Arbeitsgutscheine ersetzen. stellt sich schliesslich unweigerlich auch die von Ihnen zurecht aufgeworfene SYSTEMfrage. Auf die koennte ich Ihnen auch dann keine befriedigende Antwort geben, wenn ich nicht gelobt haette, mich kuenftig kurz zu fassen. Die Antwort kenne ich naemlich selber nicht.
bezeichnet hat, und der stellt sich als ein hoch komplexes, riesiges Durcheiander dar, um nicht zu sagen, als ein Saustall von planetarischer Dimension. Angesichts der Groesse der wohl nur gesamtmenscheitlich zu bewaeltigenden Aufgabe, den Stall auszumisten, hat man nun allerdings guten Grund, pessimistisch zu sein. Da bin ich ganz bei Ihnen, wenn auch aus anderen theoretischen Gruenden. Dennoch glaube ich, das wir vor dieser Aufgabe nicht kapitulieren duerfen. Junta unser Ueberleben in den Ruinen dessen organisiert, was wir einmal als die moderne Welt gekannt haben.
kranken, die sich dysfunktional ins System eingegraben haben, so dass allem Rumdoktern am System letztlich Grenzen gesetzt bleiben, sofern nicht der erneute Versuch unternommen werden soll, mal wieder den neuen Menschen zu erschaffen, mit dem das Wunschsystem dann reibungslos funktionieren soll? Bosque: Dann haken wir das Systemthema besser ab. Ich wäre ohnehin nicht davon zu überzeugen, die alles in allem freieste, materiell bestausgestatttete, Minderheiten am konsequentesten schützende und allen mindestens das Überleben sichernde Gesellschaft gegen eine Chimäre zu tauschen, die angeblich alles noch viel besser kann, dafür aber einen gesellschaftlichen Grossversuch am lebenden Objekt erfordert. Ohne Vorbild und Anleitung.
Statt dessen werde ich mich lieber mit der uralten Frage von Montesquieu weiter beschäftigen, wie man den real existierenden Menschen daran hindern kann, zuviel Macht anzuhäufen und diese dann zangsläufig zu missbrauchen. Es ist die einzige Frage, mit der die Beschäftigung wirklich lohnt, weil von der Güte der Antwort die Lebensqualität vieler, vieler Menschen abhängt. das ist IHR Titel.
oben schon mal kurz angesprochen und muss mich hier nicht wiederholen. Zudem gibt es hier noch ein anderes logisches Problem. Sie warnen vor einem gefaehrlichen Wunschdenken. Gewiss soll und kann man sich nicht gegen die Natur des Menschen auflehnen.
Alles Herumdocktern ist hier in der Tat zum Scheitern verurteilt. Wer will hier also den Menschen zuegeln, oder gar seine Natur unterdruecken? Oder sind das nicht vielmehr Sie, meine Herren?
Was uns allen gemeinsam vorschwebt, ist offenbar eine Welt, in der es dem Menschen nicht gestattet ist, bzw. er nicht genoetigt ist, des anderen Menschen Wolf zu sein. Und weil ich ihnen, Herr Haupts, den Weg in eine solche Welt, und den Bauplan dafuer, nicht in zwei Saetzen praesentieren kann, wollen sie die Systemfrage ganz abhaken, und sich praktisch und relaistisch dem einzig wirklichen Problem zuwenden, wie man dem boesen Menschen Zuegel anlegt. Dann legen Sie doch jetzt mal IHRE Karten auf den Tisch!
Ich habe bereits angedeutet, dass man mir die Errungenschaften des Kapitalismus nicht erst erklaeren muss. Gesellschaft nicht mindesten ebenso plattituedenhaft ist, wie die Idologeme des Vulgaermarxismus, vor denen Sie zu verschonen Herr Sttembrini mir dankbar ist. fur umgerechnet EUR 10. im Monat in Fukushima die Drechsarbeit machen laesst, oder aus der einer Naeherin in einer Textilfabrik in Bangladesh, oder der eines working poor in den USA. Ich muss mich dazu nochmal neu sortieren, wozu mir im Moment leider die nötige Ruhe fehlt.
Tatsächlich, und da bin ich auch als Nichtmarxist bei Ihnen, neigen wir dazu, das hiesige System mehr oder weniger für die gottgegebene oder zumindest natürliche Ordnung der Dinge zu halten, die vielleicht nicht in die beste aller denkbaren Welten führt, aber unter den gegebenen Optionen das am wenigsten schlechte Ergebnis zeitigt. Ich sage mal so: Solange es noch ernsthafte Systemkonkurrenz gab wie im früheren Ostblock, schien die Überlegenheit des Kapitalismus hiesiger Prägung klarer auf der Hand zu liegen. Wobei das System der SU und ihrer Satelliten ja keineswegs nichtkapitalistisch war, wenn man die irreführenden Eigenbezeichnungen mal ausblendet, es war nur eine andere Art von Kapitalismus, nämlich Staatskapitalismus.
nicht möglich, ein völlig neues und wirklich nichtkapitalistisches System auf diesem Planeten zu errichten, ohne dass in agrarkommunistischen Irrsinn wie in Kambodscha führt. Das heißt aber nicht, das es an dem bestehenden System nichts mehr zu verbessern gäbe. Die Frage nach dem Verbesserungspotenzial des Systems war es, was ich in erster Linie beim Formulieren der Überschrift im Sinn hatte und weniger einen kompletten Systemwechsel. Bosque: Ich kann mich kurz fassen, das ist bei volldurchdachten Fragen so. der Menschen unabhängig von ihrer Intelligenz versuchen werden, sich und ihrer Familie den aus ihrer Sicht grösstmöglichen Vorteil zu verschaffen und diesen zu halten, schichtunabhängig. Das halte ich inzwischen für eine Tatsache, umso mehr, als etwas differenziertere soziologische Experimente schon lange Klarheit darüber verschafft haben, dass es natürlichen Altruismus nicht gibt. Aus dieser Erkenntnis erwächst ein Riesenhaufen von Schlussfolgerungen, die einfachste davon ist, dass weder Kommunismus noch Sozialismus noch Anarchie jemals eine dem Menschen angemessene Gesellschaftsform sein können.
Ihre Beispiele wären dann so richtig überzeugned, wenn Sie nachweisen könnten, dass es dem Menschen vorher irgendwie besser geht. das Luxusproblem des Wissenden, der zur Kenntnis nehmen musste, dass Afrika unter nahezu steinzeitlichen Stämmen aufgeteilt war, deren Hauptbeschäftigung das gegenseitige Massakrieren und der Verkauf der Überlebenden an arabische, später europäische, Sklavenhändler war. Das rechtfertigt den Kolonialismus nicht! Aber es relativiert in erheblichem Umfang die Schäden, die er angeblich angerichtet haben soll. Mit dem Kapitalismus ist es noch einfacher, er hat in Nordamerika und Europa die Massen aus hoffnungsloser Armut geholt und tut grad das gleiche für Asien und Südamerika.
Das ist vorher noch keiner Wirtschaftsordnung auch nur annähernd gelungen, die Masse aller Menschen waren über Jahrtausende Subsistenzbauern mit einer Lebenserwartung von 45 und der guten Chance, an Hunger, Allerweltskrankheiten oder Gewalt zu krepieren. Mir reicht das, erstmal, vor allem dann, wenn die Gegenposition in reiner, ungenauer Utopie besteht. von der beilaeufigen Bemerkung ueber die Unzulaenglichkeit meiner Beispiele einmal abgesehen. Statt dessen erklaeren Sie mir erneut die Errungenschaften des Kapitalismus, die ich Ihnen nun schon mehrmals zugestanden habe, und unterstellen mir mangelden Realismus und utopistische Praxisferne. Vielleicht koennen wir hier ansetzen, anstatt immer wieder zurueck auf Los zu gehen? und was uns verbindet.
Denn selbst, wenn Sie sagen, das System lasse sich verbessern, muss ihnen ja etwas Besseres vorschweben, als das, was gerade der Fall ist. PS: Das Gespraech mit Ihnen und Ihrem Forum war mir ein grosses Vergnuegen, nicht nur, weil ich hier Hernn Binsack wiedergetroffen habe! Kommunist unrealistische Vorstellungen hat von dem, was menschlich machbar ist. sowie der allgegenwärtigen Ausspähung und Überwachung.
Netz und eine bessere, freiere Gesellschaft uns nicht in den Schoß fällt, sondern gegen enorme Widerstände erkämpft werden muss. Welche Freude am Sonntag Morgen! Endlich schafft es mal jemand den einzig sinnvollen Kommentar zu diesem Thema zu verfassen. Man könnte noch ein wenig mehr auf das Eigeninteresse so manches Protagonisten hinweisen. Ein Sascha Lobo zB will halt vom Publizieren seiner Weisheiten gut leben können, und kann am Verstehen der tatsächlichen Realität erst sehr spät ein Interesses entwickeln.
Spiegel macht, disqualifiziert ihn als ernst zu Nehmenden sowieso. zeigt auch nur, dass er, was da auch immer kommen mag, er weiter von diesem Internet zu leben gedenkt. Vielleicht recherchiert er ja schon, wieviel die NSA ihren Angestellten zahlt.